Halb Asien, halb Europa, Hauptstadt eines christlichen und eines islamischen Imperiums, Koranschulen und Party-Tempel: Istanbuls Reize sind seine Gegensätze
Istanbul hat seine eigene Zeit und sein eigenes Leben –seit knapp zwei Jahrtausenden. Istanbul liegt an der Schnittstelle zweier Kontinente und ist doch eine eigene Welt.Die Gründer der Stadt hatten ein gutes Gespür für den richtigen Ort – wenn es auch fast tausend Jahre dauerte, bis das jemand merkte. Im Jahre 326 machte der römische Kaiser Konstantin aus dem griechischen Fischernest Byzanz seine Hauptstadt, das zweite Rom, die Metropole Konstantinopel. Im folgenden Jahrhundert wurde jene legendären, heute noch gut erhalten Mauern errichtet, an denen ein Jahrtausend lang alle Angreifer scheiterten. In dieser Zeit wurde aus Konstantinopel ein Ein-Stadt-Imperium und ist es bis heute unter dem Namen Istanbul geblieben. In der Altstadt drängen sich der grösste überdachte Basar der Welt, der berühmte Topkapi-Palast, die Hagia Sophia, die Mutter aller Kirchen und ihre islamische Konkurrentin die Blaue Moschee dicht aneinander.Im Norden, oberhalb des Goldenen Horns, regiert dagegen die Gegenwart – vor allem in Form von Clubs und Restaurants. In Diskotheken wie den zurzeit besonders angesagten «Reina» oder «Sortie» versucht die Jugend der Stadt möglichst viel aus dem Jetzt herauszuholen. Der Besucher, dem dazu am Ende langer Tage die Kraft fehlt, sollte wenigstens das «360 Grad» besuchen. Die Bar bietet einen grandiosen Rundumblick, von den Kuppeln der Altstadt über die glitzernden Wasser des Goldenen Horns hin-über nach Asien, wo es noch viel mehr zu entdecken gibt.Qulle: Blick |