Die Türkei ist immer eine Reise wert. Nicht nur Urlauber wissen die Vorzüge der Türkei zu schätzen – auch Geschäftsleute haben sie als einen idealen Austragungsort für Tagungen, Kongresse und Incentive-Reisen entdeckt. Da das Land reich an Thermal- und Mineralquellen ist, gibt es viele Kur- und Heilorte sowie zahlreiche Hotels und Resorts mit attraktiven Wellness-Angeboten. Auch Sportler finden optimale Bedingungen – seien es die vielen gepflegten Golfplätze, Wassersportmöglichkeiten, Routen für Wandern und Trekking. Hohe Gebirge bieten im Winter beste Voraussetzungen zum Skifahren. Die glorreiche Vergangenheit lädt zu Entdeckungsreisen in die Geschichte ein. Daneben gibt es noch ein breites Spektrum an Spezialreisen – zum Beispiel die „Blaue Reise“ mit dem Segelboot entlang der Küste.
Aktivurlaub Die natürlichen Gegebenheiten machen die Türkei zu einem Land mit vielfältigen Möglichkeiten zum Aktivurlaub. Tausende von Kilometern Küste bieten Badespaß in, am und unter Wasser. In aller Abgeschiedenheit im zentralen Hochland schlägt das Herz eines jeden Naturfans, Wanderers oder Mountainbikers höher. Von den Gipfeln des Landes können Freunde des Luftsports ihrem Hobby frönen. Golf-Fans zieht es nach Belek, das türkische Golfer-Dorado. FlugsportSie wollen hoch hinaus? Dann sind Fallschirmspringen, Drachenfliegen oder eine Heißluftballon-Fahrt das Richtige. Keine andere Gelegenheit bietet einen solchen Ausblick auf die türkischen Landstriche. Wandern, Bergsteigen
Die Türkei mit ihren Hochgebirgen, Hochplateaus, Hochebenen, dichten Wäldern, einer reichen Flora und Fauna bietet Bergwanderern und Bergsteigern vielfältige Möglichkeiten, die reizvolle Landschaft zu Fuß zu erkunden. Die bekanntesten Berge der Türkei liegen in der Schwarzmeerregion, im Taurusgebirge, in Zentral-, Nord- und Südostanatolien. Ehrwürdige Gipfel, die jedes Bergsteigerherz höher schlagen lassen, sind im inneranatolischen Bergmassiv der Berg Erciyes (2.917 m), der Agri (5.137 m), der Süphan (4.058 m), der Hasan (3.263 m) und der Nemrut (3.050 m), die allesamt erloschene Vulkane sind. In der Gebirgszone von Südostanatolien liegen der Taurus bzw. Beydag (3.086 m), die Bolkar (3.524 m), der Hakkari Cilo (Gletscher) und der Nur (Amanos). In der Abgeschiedenheit friedlich schlummernder Dörfer und wildromantischer Felsengärten sind Nomaden, Ziegen- und Schafherden nicht selten ihre einzigen Begleiter. Faszinierend sind die Ausblicke von den Hochplateaus auf schneebedeckte Gipfel. Agri, Ostanatolien Der größte und höchste Berg der Türkei ist der Agri (5.165 m.ü.M.) in Ostanatolien. Er ist nicht nur wegen seiner geologischen Beschaffenheit, sondern hauptsächlich wegen der Legenden, die ihn umgeben, auch im Ausland berühmt. Das Gestein besteht bis in 4.000 m aus Basalt, zeigt jedoch in den noch höheren Lagen mit seinem Andesit-Lavagestein die typischen Charakteristika eines Vulkans. Über dem Gipfel liegt eine Gletscherdecke. An der östlichen Seite des Berges liegt die Serdarbulak Alm, auf 3.896 m der kleine Agri. Der gigantische Berg mit seinen Weiden, die sich bis zur Schneegrenze hinaufziehen, seinen Gletschern und interessanten Gesteinsformationen fasziniert seine Besucher jedesmal aufs Neue. Von Juli bis September ist die beste Zeit für eine Besteigung. Dafür ist eine Genehmigung erforderlich. Beyadaglar, Antalya Im westlichen Taurusgebirge verläuft die Beydaglar Gebirgskette parallel zum Golf von Antalya. Der Kizlar ist mit 3.069 m der höchste Gipfel. Von hoch oben bietet sich ein fantastischer Blick auf das Mittelmeer und Antalya. Wer morgens auf etwas Schlaf verzichtet, kann einen phantastischen Sonnenaufgang beobachten. Die Gebirgskette ist nicht nur im Sommer beliebtes Ziel für Bergtouristen, sondern auch im Winter. Auch Fallschirmspringen ist möglich. An einem klaren Tag ist die Aussicht von berauschender Schönheit. Erciyes, Mittelanatolien Der erloschene, 3.916 m hohe Vulkan mit seinen stets mit Schnee bedeckten Gipfeln ist der höchste Berg Mittelanatoliens und Wahrzeichen der Stadt Kayseri. Seine Lava bedeckte vor Tausenden von Jahren die Ebenen und Täler und festigte sich hinterher zu einem weichen Tuffstein, aus dem durch Erosion interessante Felsformationen entstanden, wie zum Beispiel die berühmten Feenkamine in Kappadokien. Der Berg bietet sich nicht nur zum Wandern an, sondern auch für den Wintersport. Am östlichen Hang liegt auf einer Höhe von 2.100 bis 2.900 m die Tekir Alm, das bekannte Wintersportgebiet. Wer auf dem Gipfel steht, kann ganz Kappadokien bis zu den Taurusbergen überblicken. Die günstigste Zeit für eine Bergbesteigung liegt zwischen Mai und Oktober. Bolkar, Taurus Die Bolkar-Berge im mittleren Taurusgebirge gelten als türkische Ausläufer der Alpen. Sie verlaufen parallel zur anatolischen Südküste. Der Medetsiz ist mit 3.524 m der höchste Gipfel. Wer die Bolkar-Berge erwandern möchte, sollte sein Lager in Meydan aufschlagen, oder an dem 45 min südwestlich entfernten Karagl-See, der sich in 2.650 m Höhe befindet. Im Juni können Sie die gelben Wasserblumen bewundern, mit denen der ganze See bedeckt ist. Die günstigste Zeit für Bergbesteigungen ist von Mai bis August. Aladaglari, Östlicher Taurus 54.524 Hektar der Gebirgskette Aladaglar, die sich zwischen Kayseri, Nigde und Adana hinzieht, wurden 1995 wegen ihrer vielfältigen Flora und Fauna zum Nationalpark erklärt. Wer hoch hinaus will, kann einen der drei über 3.700 m hohen Gipfel der Bergkette besteigen. Aber auch schon in 3.000 m Höhe gibt es mehrere Gipfel, die zahlreiche Seen umrahmen. Jahreszeitlich günstig sind die Monate Juni bis September. Die Anreise erfolgt über Nigde, Camardi und Cukurbag. Rize Kackar, Schwarzes Meer Die Kackar-Gebirgskette mit ihren höchsten Gipfeln Altiparmak (3.480 m), Kavran (3.932 m) und Verenik (3.710 m) zieht sich mit ihren Gletschern, blauen Seen, dichten Wäldern und wilden Bächen zwischen den Städten Rize und Hopa an der Schwarzmeerküste hin. Vom Süden her leicht zu besteigen, zieht der Gebirgszug jährlich Hunderte von Bergsteigern an. Bei klarem Wetter können Sie das wunderbare Panorama der Berge bewundern. Wer sie vom Norden her besteigen möchte, sollte ein erfahrener Bergsteiger sein. Beim Abstieg können Sie auf der Ayder Alm übernachten und die dortigen Thermalbäder besuchen. Im Sommer sind die Monate August und September, im Winter die Monate Februar und März günstig für einen Anstieg. Süphan, Van-See, Ostanatolien Der Süphan erhebt sich nördlich des Van-Sees in Ostanatolien zwischen Adilcevaz, Ercis und Patnos. Mit 4.058 m ist der erloschene Vulkan der dritthöchste Gipfel Anatoliens. Sein Berg ist stets mit einer Eiskruste bedeckt. Während des Aufstiegs von Osten bildet der Van-See ein tolles Panorama. Juni, Juli, August und September sind für die Besteigung am günstigsten. Unterwassersport
Das Tauchvergnügen ist ungetrübt, das Lernen gefahrlos. Kristallklares Wasser, angenehme Temperaturen, steile Unterwasserhänge, spannende Tunnels, eine reiche Unterwasser-Flora und Fauna, Zeugnisse vergangener Jahrhunderte in Form von Ruinen und Schiffswracks – die Taucherparadiese vor der türkischen Küste werden selbst den Vorstellungen anspruchsvoller Taucher gerecht. Die besten Tauchreviere liegen entlang der Ägäis- und Mittelmeer-Küste bei Antalya, Balikesir, Mugla und Canakkale. Zahlreiche Tauchbasen finden Sie vor Ort. Antalya Besonders empfohlen sei das Gebiet vor Antalya/Kemer. Das Wrack der versunkenen “Paris” liegt in 33 m Tiefe vor dem Hafen und ist eine Pflichtübung für jeden Hobbytaucher. Die Inseln vor Tekirova bieten Unterwasserschluchten und Höhlen, in denen sich Manatafische und – je nach Jahreszeit – Orkinos, Robben und Delfine tummeln. Für erfahrene Taucher, die die Herausforderung suchen, sind die Gewässer um Kalkal ideal. Eine starke Strömung, Felswandtauchen, ein Schiffswrack und eine reichlich gesegnete Unterwasserwelt lassen das Herz des abenteuerlustigen Tauchers höher schlagen. Balikesir Auf dem Meeresboden vor Balikesir soll – einer Legende nach – die Stadt Atlantis schlummern. Zwar hat sie noch niemand entdeckt, das Tauchrevier rund um Ayvalik ist trotzdem ein einmaliges, sehenswertes Unterwasserabenteuer. Beliebte Ausgangspunkte sind die Grüne Insel, die Yuvarlak Insel und die Kerbela Steine. Mugla In den Gewässern vor Datca, Marmaris und Bodrum tummeln sich eine Vielzahl an bunten Fischen, Delfinen, Seehunden ... 52 Ausgangspunkte alleine in Marmaris und diverse Ruinen unter Wasser ergötzen jedes Taucherherz. Die Bodrumer Burg beherbergt außerdem ein sehenswertes Unterwasser-Museum. Canakkale Saros, bei Canakkale, erweckt das Interesse der Taucher nicht nur, weil es unweit von Istanbul liegt. In den Tiefen der Dardanellen liegen jede Menge Wracks und andere antike Überreste. Wassersport Yacht- und Segeltörns Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und antiken Ruinenstätten für einen Yacht- und Segeltörn wie gemacht. Durch den Bosporus und das Marmarameer gelangen Segler in die Ägäis und an das Mittelmeer. Der Blick vom Boot auf das blaue Meer, abgelegene Strände und die herrliche Landschaft ist unvergleichlich. Der Anker kann jede Nacht in einer anderen Bucht, einem anderen Golf oder einem anderen Küstenabschnitt ausgeworfen werden. Yachthäfen säumen die gesamte Küste zwischen Istanbul und Antalya. Hier können Sie anlegen, Proviant auffrischen, Ihre Yacht überholen lassen, shoppen, Sehenswürdigkeiten besichtigen, Nightlife erleben u.v.m. Die bekanntesten und bestens ausgerüsteten Yachthäfen der Türkei liegen in Izmir, Kusadasi, Bodrum, Datca, Bozburun, Marmaris, Göcek, Fethiye, Kalkan, Kas, Finike, Kemer und Antalya. Von den Flughäfen Antalya, Dalaman, Izmir und Istanbul bestehen Transfers zu den Yachthäfen. Wildwassersport
Die mit Naturressourcen reich gesegnete Türkei bietet auf ihren zahlreichen Flüssen hervorragende Gelegenheiten für den Wildwassersport (Rafting, Kanu, Rudern). Um diesen Sport auszuüben, empfiehlt es sich, sich mit einem Anbieter vor Ort in Verbindung zu setzen. Das Zubehör wird gestellt: Ein Helm ist Pflicht, Schuhe, Schwimmwesten und Brillenschnuren für Brillenträger werden empfohlen. Coruh Die Provinz Artvin, die der Fluss Coruh unter anderem durchquert, besteht zum größten Teil aus schroffen Felsen und unwegsamen Gebirgsketten. Der Coruh windet sich durch diese Gebirgslandschaft, um schließlich in das Schwarze Meer zu münden. Die gesamte Länge, gemessen von der Quelle bis zu seiner Mündung, beträgt ca. 466 km. Der Fluss gilt als einer der reißendsten Ströme der Welt. Er kann von Bayburt aus in vier Etappen bezwungen werden: Bayburt – Ispir –Yusufeli - Artvin. Die beste Zeit ist Mai bis August. Altiparmak Der Fluss Altiparmak, ebenfalls in der Provinz Artvin, entspringt in den Kackar Bergen, und mündet 2 km von der Ortschaft Yusufeli entfernt in den Coruh. Wildwassersportler finden hier einen einzigartigen Parcours durch ein wildromantisches, von steilen Bergen umgebenes Tal. In die Flussebene kann man entweder über Artvin oder über Erzurum gelangen. Der Bezirk Deftise in der Ortschaft Sarigöl ist als Ausgangspunkt für den Parcours am günstigsten. Die Strecke von hier bis zur Flussmündung in den Coruh beträgt 22 km. Der Schwierigkeitsgrad des Parcours liegt zwischen 3 und 4. Die beste Zeit ist Mai bis August. Köprücay Der Köprücay entspringt im Taurus und führt durch wunderschöne Schluchten, bevor er in der Nähe von Antalya ins Mittelmeer mündet. Der Fluss, der durch unterirdische Zuflüsse an Volumen gewinnt, bietet einen der schönsten Parcours in der Türkei. Manavgat Der Manavgat entspringt an den östlichen Hängen des Taurus und ist ca. 90 km lang. Bevor er sich in die Ebene ergießt, fließt er über harte Konglomerat-Platten, bildet in der Ortschaft Manavgat einen Wasserfall und durchquert die Ebene, um dann ins Mittelmeer zu münden. Anamur Der Anamur beginnt als unterirdischer Fluss am Fuße der Taurusberge in den Bergen Catalyatak, Yellice und Kizcagiz und setzt sich dann 35 km bis zu seiner Mündung ins Mittelmeer fort. Der Fluss verbindet sich während seines Laufes mit weiteren Flüssen und erreicht danach ein stattliches Flussbett. Göksu Der wichtigste Fluss der Provinz Icel ist der Göksu, der sich aus zwei, in den Taurusbergen entstehenden Armen bildet. Der 260 km lange Fluss bildet zwischen den Städtchen Tasucu und Silifke ein Delta und mündet schließlich ins Mittelmeer. Zwischen den zuletzt genannten Städten liegen die Akgöl- und Paradeniz-Lagunen. Dalaman Zwischen Marmaris und Fethiye liegt der Dalaman. In den Kocas Bergen nahe der Ortschaft Dirmil entsprungen, hat er eine Länge von 229 km. Die die Almen des Taurusgebirges Göktepe und Yaylacik durchquerenden kleinen Bäche speisen den Bach Dalaman, bevor er sich in enge und tiefe Täler ergießt und 8 km südlich von Ortaca ins Mittelmeer mündet. Das mit natürlichen Kreidefelsen ausgestattete Flussbett lässt das Wasser jederzeit klar und türkisfarben bis hellblau erscheinen. Durch die vielen Fremdenverkehrszentren in der Mittelmeer- und Ägäis-Region ist der Fluss bekannt und ein beliebtes Ziel für Wildwassersportler. ReitenDas Glück der Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde. Das ist den Türken schon lange bekannt. Die Verbundenheit mit den Tieren hat in der Türkei eine lange Tradition. Kappadokien heißt übersetzt nichts anderes als “Land der Pferde”. Ideale Reitgebiete mit herrlichen Wäldern und weiten Fluren finden Sie in den bei Kastamonu und Bartin gelegenen Orten Daday, Arac, Eflani, Safranbolu, Ulus und Devrek. Möglichkeiten zum Reiten bieten außerdem alle großen Ferienzentren wie in Marmaris, Kemer, Antalya, Side und Cesme. FallschirmspringenBabadagi, Fethiye Besonders beliebt ist das Fallschirmspringen vom 1.980 m hohen Babadagi bei Fethiye. Traumhaft ist der Blick aus der Luft auf die unzähligen Buchten, darunter Ölü Deniz, die am meisten fotografierte Bucht der Türkei. Eine einmalige Landschaft, Sonnenschein satt, das kristallklare Meer und das vielfältige Angebot an sportlichen Aktivitäten ziehen jedes Jahr Tausende von sportbegeisterten Touristen hierher. Beste Flug- und Wetterbedingungen für das Fallschirmspringen herrschen von April bis Oktober. Denizli, Pamukkale Vom Berg Cökelen bei Denizli, 21 km von Pamukkale entfernt, sind das ganze Jahr über Fallschirmflüge möglich. Von mehreren Hügeln, auch Übungshügeln, kann abgehoben werden. Abant Die Abant Berge, 34 km von Bolu und 25 km vom Abant-See entfernt, weisen mehrere Startpisten zum Fallschirmfliegen auf. Bevorzugt wird die Örencik-Alm. Der Abant-See mit seiner vielfältigen Flora ist Picknickplatz und Ausflugsort, der gute Möglichkeiten zum Sporttreiben bietet. Egirdir Der Egirdir-See, 60 km von Isparta entfernt, ist von Hügeln umgeben, die sich zum Fallschirmspringen eignen. Der Flieger-Club der Süleyman Demirel Universität in Isparta bietet an den Hügeln auch Übungsflüge an. Kayseri Auf dem Berg Ali Dagi, 15 km von Kayseri entfernt, führt der private Fliegerclub der Erciyes Universität an den Wochenenden Übungsflüge durch. Neben Fallschirmfliegern kommen Trekker, Mountainbiker und Wintersportler in die Provinz Kayseri. Weltbekannt und touristisch sehr gut erschlossen ist das in der Nähe gelegene Kappadokien. Eskisehir 15 km von Eskisehir entfernt befinden sich die Ausbildungsstätten der Türkischen Luftfahrt, die hier Kurse anbieten. Die nördlichen Berghänge mit ihren von Norden wehenden Winden sind besonders im Sommer ein ideales Terrain für Fallschirmspringer. |